Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

daß ſie nicht undankbar ſind. Wer iſt hier gegen Mher Jakob? Leliaerds und Läſtermäuler, welche den Ober⸗ hauptmann beneiden, weil ſie in ihrer Nichtigkeit noch nicht bis an ſeine Knie reichen koͤnnen und er ihnen die Augen ausſticht durch ſeine Tugend und Größe. Ihr ſolltet Euch lieber verbergen und vor Schaam verſtecken. Ihr wagt es, mit Verachtung von Mher Jakob zu ſpre⸗ chen? Wer ſeid Ihr denn? Was habt Ihr denn je in Eurem Leben ausgeführt? Geläſtert und Euer Herz auf⸗ gefreſſen aus Misgunſt, nicht wahr? Achl es iſt das erſte Mal nicht, daß ich Euch ſprechen höre, Dechant der Zwillichweber! Wir kennen Euch; an Euch wird auch die Reihe kommen.

Calevoet wollte im Zorne den Metzger angreifen; aber plöͤtzlich kam ein Mann in voller Haſt herbeigelau⸗ fen, und in den Haufen fallend ſagte derſelbe ganz außer Athem:

Geſellen, wißt Ihr die Neuigkeit? Es iſt ein Bote von Doornik auf das Schöffenhaus gekommen. Man ſagt, daß die Franzoſen mit einem mächtigen Heere an unſeren Grenzen erſchienen ſind und unſer Land angrei⸗ fen wollen. Ha, hal jetzt wird man ſicher den Ober⸗ hauptmann loslaſſen; denn wer ſoll uns zum Kampfe führen und den Franzoſen mit Glück Widerſtand leiſten, wenn Mher Jakob im Gefängniſſe bliebe! Es iſt, wie ich Euch ſage; geht nur nach dem Botermarkte..... 5

Mit dieſen Worten verließ er den Haufen und lief in der Richtung der Sanct Janskirche, gewiß um die Nachricht weiter zu tragen.

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