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Jakob von Artevelde. 91
um die Schöffen zu betrügen und zu erſchrecken; darüber wird Mher Maes van Baernewyck auch Rechenſchaft zu geben haben, wenn er heute nicht denſelben Weg mit dem Oberhauptmanne geht. Man hat das Urtheil ſo lange aufgeſchoben, in der Abſicht, den Anhängern des Tyrannen Zeit zu geben, um nach Gent zu kommen, und dort durch großes Bellen und Schreien Eindruck auf das Gemüth der Schöffen auszuüben. Wenn man aber glaubt, daß die Genter ein ſolches bischen Geräuſch erſchrickt, ſo irrt man ſich. Gerade weil man der Gemeine Gewalt anthun will, werden die Schöffen durch ein ſtrengeres Urtheil zeigen, was ſie ſind und was ſie thun dürfen.“
„Wir werden ſehen, welches Ende dieſes abſcheuliche Kinderſpiel nehmen wird. Soll ganz Flandern in Feuer
und Flammen ſtehen, um das Recht an einigen ſchänd⸗
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lichen Verleumdern zu rächen, nun denn...
„Einige Verleumder!“ rief Calevoet.„Nein, das ganze Gentiſche Volk! Und ſind die Schöffen feige ge⸗ nug, um den Oberhauptmann nicht nach dem Maaße ſei⸗ ner Miſſethaten zu ſtrafen, ſo werden die Genter ſelbſt aufſtehen und Mher Artevelde den Lohn geben, den er verdient.“
„Hat das nun lange genug gedauert?“ ſchrie ein Metzger, der ſich mit geballten Fäuſten und wüthend vor Calevoet ſtellt.„Das Gentiſche Volk ſollte denken wie Ihr! Nein! das Gentiſche Volk iſt für Mher Jakob. Er weiß, was er gethan hat für unſere Wohlfahrt und für die Freiheit des Vaterlandes. Ihr läſtert die Genter, Ihr! und wenn es darauf ankommt, werdet Ihr ſehen,


