Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

eben ſowohl Glieder von Flandern ſind. Haben wir ein⸗ gewilligt, Gent eine Zeit lang als eine Art von Haupt⸗ ſtadt anzuerkennen, ſo geſchah es nur, weil in ihren Mauern der Befreier des Vaterlandes wohnte, ein Mann, welcher würdig war, durch ſeinen hervorragenden Muth und ſeine Weisheit ganz Flandern den Weg zu zeigen auf der Bahn der Freiheit und der Größe. Aber das geht zu Ende, Freunde! Es gefalle Gott nicht, daß wir länger unſere Rechte abtreten ſollen zum Vortheile einer Stadt, deren Einwohner ſich blindlings zu der ſchändlich⸗ ſten Feigheit verführen laſſen und bereit zu ſein ſcheinen, denjenigen zu ermorden, der ſich für ihr Glück opferte.“

„Fahrt nur fort zu ſchelten!“ ſagte Calevoet.„Die Genter lachen Euch doch aus und werden ruhig über die Sache entſcheiden, ohne zu fragen, was Brügge oder Pperen dazu meinen. Ihr ſeid es, die man der Undank⸗ barkeit beſchuldigen kann. Ihr müßt uns ſagen, daß wir Euch befreien von einem Tyrannen, der uns ſchon ſo lange mit ſeinem Hochmuthe bedrückt und in ſeiner ab⸗ ſcheulichen Herrſchſucht unſere letzte Freiheit vernichten will. Deshalb ſollen Eure ganze Beredtſamkeit und das Geſchrei der Anhänger des Oberhauptmanns uns doch nicht hindern, ihn binnen wenigen Stunden aus dem Lande zu verbannen— und wer weiß, ob der Schöffen⸗ rath ihn nicht auf das Schaffot ſenden wird für ſeine ſchändliche Tyrannei!“

„Das verhüte Gott, oder es wird noch mehr Blut ſtröͤmen!“ ſeufzte der Brügger.„Ich weiß, daß Euer Schöffenrath beabſichtigt, den Oberhauptmann zu ver⸗