Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

———

Jakob von Artevelde.

legen, da ganz Flandern, von Hungersnoth erſchöpft, hoffnungslos vor den Fremden im Staube liegt; er bricht durch Muth und Weisheit die Ketten ſeines Va⸗ terlandes und ruft einen unbekannten Reichthum hervor; er opfert ſein Leben in Arbeit und Verdruß, um uns die Wohlthaten zu erhalten, die er uns ſchenkte..... und in dem Augenblicke, wo ſein Werk vollendet ſcheint, leiht die Stadt Gent ſeinen ſchändlichen Feinden die Hand, leiht ſie den Leligerds! Unter dem Scheine des Rechts erniedrigt ſie den Mann, der ihr Macht verlieh vor allen anderen Städten Flanderns, und wagt es, ſein Leben, ſeine Freiheit auf das Spiel zu ſetzen gegen einen van Steenbeeke, der niemals etwas für das Land gethan hat. Es iſt eine Schande, ſage ich, eine verächtliche Schlech⸗ tigkeit!“

„Er hat Recht!“ bemerkte ein Schmied.„Mir däucht, daß unſer Schöffenrath ein gefährliches Spiel ſpielt. Laßt die Franzoſen nur kommen, wie man ſagt, daß ſie Willens ſeien, es zu thun, dann werden ſie noch oft genug nach Mher Jakob rufen; aber dann wird es zu ſpät ſein. Und bekommen wir dann die Ruthe, und ſchlägt ſie uns ſelbſt blutig, ſo werde ich doch ſtets ſagen: wir haben es verdient.“

„Was?“ rief Calevoet dem Brügger zu,„Arte⸗ velde ſoll die Urſache ſein, daß Gent ſich über alle ande⸗ ren vlämiſchen Städte erhoben hat?“

„Und wer ſonſt?“ antwortete der Brügger.„Bil⸗ det Euch doch nicht ein, daß die Stadt Gent das Recht habe, ſich höher zu achten als Brügge und Yperen, welche

eben gewi ſtadt Mau welch und auf geht länge Stad

4 Gent Sach Yper barke Euch lange ſcheul will. Geſch nicht Lande rath ſchänd

7. ſtroͤm Schöt