Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 87

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Grube gegraben; ſie müſſen hineingeſtürzt werden. Nun, kommt, Lieven! geht mit uns....“.

Der junge Denys ſprach einige vertrauliche Worte zu dem Blaufärbergeſellen und bedeutete ihn, daß er ihm nicht folgen konne, weil er den Oberhauptmann be⸗ ſuchen müſſe. Lieven Comyne drückte ihm freundlich die Hand, wandte ſich zu ſeinen Genoſſen und rief:

„Vorwärts! nach dem Waelthore! Es lebe Mher Jakob, unſer Oberhauptmann!“

Die Schaar verſchwand in der Sanct Jansſtraße, und Lieven Denys beeilte ſich, den Calanderberg zu er⸗ reichen. Kaum zwanzig Schritte weiter ſah er neben den Häuſern einen Haufen Bürger ſtehen, welche ſich heftig und mit ausdrucksvollen Geberden über die Angelegen⸗ heiten der Gemeine zu ſtreiten ſchienen. Er erkannte meh⸗ rere der umherſtehenden Perſonen, und unter Anderen den Dechanten der Zwillichweber, Mher Calevoet.

Die Worte Lieven Comyne's und die Ankunft der Freunde Artevelde's aus allen Provinzen hatten einen Strahl der Hoffnung in ſeine Bruſt geſandt und ihn be⸗ gierig gemacht, die Beſtätigung der guten Nachricht auch von anderen Bürgern zu erhalten. Er näherte ſich lang⸗ ſam dieſer Geſellſchaft, blieb ſtehen und horchte.

Ein wohlbeleibter Bürger, den man an ſeiner Spra⸗ che augenblicklich als einen Brügger erkannte, antwortete eifrig auf Etwas, was eben ein Genter geſagt hatte:

„Ja, ja! ich wiederhole es, ich ſchäme mich über die Stadt Gent. Solche Undankbarkeit! Es iſt unerhört! Ein Bürger wagt es, ſein Leben in die Wagſchale zu