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n die aupt⸗ hatte ſeine digen höͤch⸗ üng⸗ Sein klärt, das
Jakob von Artevelde. 85
Haupt und die Seele des Aufſtandes, und Ser van Steenbeeke nur ein unwiſſendes Werkzeug in ſeiner Hand. Siegte alſo Artevelde, und wurde Veerle von der Angſt befreit, welche ſie zu tödten drohte, ſo wurde ſein Vater als des Hochverraths ſchuldig gefangen genommen und mußte vielleicht das Schaffot betreten. Glückte dagegen ſeines Vaters Anſchlag, ſo wurde Artevelde verbannt oder ermordet und Veerle mußte ſterben.
Der arme Lieven! Solche Gedanken zogen durch ſei⸗ nen Geiſt während der ganzen Zeit, wo er auf dem Ra⸗ ſen des einſamen Kirchhofes kniete. Dann und wann lief ein Haufen Volkes an der Kirchhofsmauer vorüber und machte die Luft wiederhallen von lautem Rufen. Mitunter zog eine andere jauchzende Bande mit flattern⸗ der Fahne vorbei, oder die Kerkſtraße hallte unter dem regelmäßigen Schritte gewaffneter Zunftgenoſſen. Nichts von dem Allen aber vermochte Lieven aus ſeinem düſte⸗ ren Nachſinnen zu wecken.
Erſt als einige ſchwatzende Frauen in den Kirchhof traten und auf der Bank vor dem Beinhauſe niederknie⸗ ten, ward er durch ihre Gegenwart in das Bewußtſein zurückgerufen und erinnerte ſich, daß Veerle ihn erwar⸗ tete, damit ſie zuſammen eine traurige Pflicht erfüllten.
Er ſchlug die Augen gen Himmel, ſtieß einige leiſe Seufzer aus, zwiſchen denen das Wort„Mutter! Mut⸗ ter!“ ſich hörbarer unterſcheiden ließ, ſtand auf und ver⸗ ließ den Kirchhof.
Kaum war er an dem Vordergiebel der Kirche vor⸗ über, als er bei dem Eingange in die Kruisſtraße ſich


