Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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82 Jakob von Artevelde.

rend dieſer ganzen Zeit war das Leben des Jünglings eine unerträgliche Folterqual geweſen. Saß er bei Veerle, ſo mußte er ihre Thränen wie einen Brunnen fließen ſehen, ihre herzzerreißenden Klagen anhören, ohne daß er ihre Leiden nur einigermaßen zu mildern vermochte. Er mußte ſie anſchauen, während ſie mit einem gräß⸗ lichen Fieber kämpfte, und indem er verzweifelnd ihr bleiches Antlitz, ihre rothgeweinten Augen betrachtete, raubte ihm der eigene Schmerz die Kraft, ihr anderen Troſt zu ſpenden, als daß er mit ihr über dieſen ſchreck⸗ lichen Schlag des Schickſals trauerte.

Abgemattet und in der Seele weinend kehrte er dann nach Hauſe, ängſtlich und beklommen über die Qualen, die ihn dort ſtets erwarteten. Sein Vater jubelte in ſei⸗ ner Gegenwart über den Fall des Oberhauptmanns, ſchüttete Verleumdung und Gift auf den Namen des Helden, prophezeihte ihm Verfolgung, Tod und Schande, und öffnete dem erſchreckten Lieven ein Inneres, welches von der Galle der Misgunſt und des Haſſes angefüllt war. Wie ſehr der liebende Sohn auch mit ſeinem Ge⸗ wiſſen kämpfte, um eine Entſchuldigung für ſolche Bos⸗ heit zu finden, welche Gewalt er auch anwendete, um das Gefühl der Liebe für ſeinen Vater zu vertheidigen und unverletzt zu erhalten: es half ihm nichts; die Ueberzeugung einer unbeſtreitbaren Wahrheit ſank wie ein tödtendes Gift in ſein Herz. Ach! ſein Vater, der Mann, den ſeine Seele ihm befahl, nächſt Gott auf die⸗ ſer Erde zu ehren und zu lieben, dieſer Mann ward ver⸗ zehrt von den ſchändlichſten Leidenſchaften. Haß, Mis⸗

gunf ſeine gefan ließe rühr dung grun woll an di ger⸗ Liebe fen. habe gen gung alle vielle Liebe — ſeit wuß ter g ande ſich ſüße und ter n gewi hatte