thrä⸗
eſt vor Kopfe
Maes
Per⸗
genden
t, daß großen zwi⸗ , und Stadt; angen che zu hat: beeke, m ein
Amtes
etlich
feſtge⸗ fäng⸗ s ge⸗
Jakob von Artevelde. 77
der Keure, die Ausführung dieſes Beſchluſſes auf und
gebietet allen Hauptleuten und Obriſten der Zünfte und Gilden, ihm dabei behülflich zu ſein.“
Lauter Jubel erhob ſich aus den Reihen der Feinde des Oberhauptmanns, die freudig mit den Händen wink⸗
ten. Die große Mehrzahl des Volkes ſenkte indeſſen mur⸗
rend das Haupt, als ob ein ſchwerer Schlag jeden patrio⸗ tiſchen Bürger getroffen habe.
Wie tief betrübt auch die meiſten Bürger waren, als ſie einen Beſchluß verkündigen hörten, durch welchen der Oberhauptmann wie ein ſchuldiger Verbrecher vor die Schöffenbank gefordert wurde, ſo zeigten ſie doch nicht die geringſte Abſicht, Widerſtand zu leiſten. Alle die⸗ jenigen, welche der Politik des Oberhauptmanns anhin⸗ gen, gehörten zu jenem Theile des Volkes, welcher aus uneigennütziger Liebe zum Vaterlande und zu friedlicher Thätigkeit große Ehrfurcht vor Geſetz und Recht nährt. Solche Menſchen ſind erſt dann zu einem Aufſtande ge⸗ gen die angeſtellte Obrigkeit geeignet, wenn ſie nach lan⸗ gem Drucke alle Hoffnung auf rechtliche Genugthuung verloren haben. Jetzt auch ließen ſie in ſtiller Muthloſig⸗ keit, und gleichſam zerſchmettert von der unerwarteten Nachricht, die Verſchworenen ungehindert jubeln über den Fall des Oberhauptmanns.
Gleich nach der Leſung des wichtigen Beſchluſſes wandte ſich Maes van Vaernewyck mit den anderen Schöffen um die Ecke des Botermarkts und gebot Ghel⸗ noot van Lens, die Wache von Sanct Nikolaes folgen zu laſſen.


