Jakob von Artevelde.
ſich dem Hauptmann van Lens und ſagte ihm mit thrä⸗
nenden Augen einige Worte, über die derſelbe zuerſt vor Wuth mit den Füßen ſtampfte, dann aber mit dem Kopfe
nickte, zum Zeichen, daß er zufrieden ſei, und Ser Maes
mit trauriger Dankbarkeit die Hand drückte.
Eine gewiſſe Stille herrſchte vor dem Schöffenhauſe, als der Stadtſchreiber, Meiſter Jan van Loven, ein Per⸗ gament mit dem Schöffenſiegel entfaltete und folgenden Beſchluß ablas:
„Es wird hiedurch männiglich bekannt gemacht, daß der Schöffenrath von Gent, in Erwägung der großen Unruhe, welche entſprungen iſt aus einem Streite zwi⸗ ſchen Mher Jakob von Artevelde, Oberhauptmann, und Ser van Steenbeeke, Ritter und Schöffen dieſer Stadt;
„Wollend männiglich Recht thun nach Verlangen und Geſetz, und diejenigen ſtrafen, welche Urſache zu dieſem Auflauf gegeben haben mögen; beſchloſſen hat: Mher Jakob von Artevelde und Ser van Steenbeeke, vorbenannt, vor die Schöffenbank zu fordern, um ein Urtheil zu fällen über den obſchwebenden Streit.
„Befiehlt, daß der Oberhauptmann ſeines Amtes enthoben werde, bis die Sache unterſucht und geſetzlich über dieſelbe entſchieden worden iſt.
„Befiehlt, daß Mher Jakob von Artevelde feſtge⸗ nommen und in Ser Geeraerts Teufelsſteen in Gefäng⸗ niß geſetzt, und daß Ser van Steenbeeke gleichfalls ge⸗ fangen genommen und in den Gravenſteen geſetzt werde, bis die Schöffenbank ihren Ausſpruch gefüllt hat. „Trägt Mher Maes van Vaernewyck, Oberſchöffen


