Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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70 Jakob von Artevelde.

Verſchworenen zum Angriff aufzuwiegeln. Der Schöffe, welcher ſich überraſcht ſah, ehe ſeine Anhänger in hin⸗ reichender Zahl verſammelt waren, um einen Kampf ge⸗ gen die Wache von St. Nikolaes wagen zu dürfen, konnte ſich wohl denken, daß der Oberhauptmann ihn feſtneh⸗ men würde. Er wartete daher nicht ab, bis Artevelde ihn erreichte, und drang am Belfroot vorüber durch das Volk, um ſich ſeine Freiheit zu ſichern. Seine Abſicht war höchſt wahrſcheinlich, ſich durch andere Straßen nach dem Freitagsmarkte zu begeben, wo eine anſehnliche Zahl ſeiner Anhänger auf den Befehl warteten, am Gefecht Theil zu nehmen. Da er ſich jedoch dicht auf den Ferſen von Artevelde und einem großen Haufen Zunftgeſellen verfolgt ſah, welche nicht aufhörten zu rufen:„Fort mit dem Leligerd! Schlagt den Verräther todt!“ befiel ihn Furcht, und er eilte, ſo viel er konnte, dem Oberhaupt⸗ mann zuvorzukommen und ſich in ſeinen ſtarken Steen in der Oberſcheldeſtraße zu retten, bis er von ſeinen An⸗ hängern befreit werden würde.

Mittlerweile währte die gefährliche Verwirrung auf dem Botermarkte fort. Ser van Steenbeeke's Flucht hatte jedoch den Muth ſeiner Anhänger beträchtlich vermindert. Die Waffen waren wieder unter den Mänteln verſchwun⸗ den und man bemühte ſich unter einander durch Aus⸗ rufungen nach Rache bis zur Raſerei aufzuregen. Die Einheit der Bewegung hatte unter den Verſchworenen aufgehört. Umringt von einer Menge von Bürgern, deren Gedanken und Abſichten ſie nicht kannten, und von dem Volke ſelbſt fortwährend bedroht, wußten ſie nicht,

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