Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 69

Vorgefallene und nicht die geringſte Luſt, den Aufrüh⸗ rern zu helfen. In der Nähe der Hoogpoort ſtand ſelbſt ein Haufen Zunftgeſellen, welche bei Artevelde's Erſchei⸗ nen die Straße von dem Rufe wiederhallen ließen:

„Heil, Heil dem Oberhauptmanne! Fort mit den Leligerds! Fort mit den Leliaerds!“

Die Verbündeten waren durch die dicht zuſammen⸗ gedrängten Bürger ſo ſehr von einander entfernt, daß ihr Kriegsgeſchrei und ihr Rufen nach Rache ſich beinahe in dem allgemeinen Lärme verlor, und ſie kein Mittel ſahen, das Volk zu der beabſichtigten Bewegung zu brin⸗ gen. Diejenigen, welche mit Ser van Steenbeeke auf dem Botermarkte ſtanden, begannen wie raſend ihre An⸗ hänger auf allen Seiten zu ſich zu rufen; ihre Zahl ver⸗ mehrte ſich raſch, und bereits zogen Einige ihre Waffen unter dem Mantel hervor und ſchwenkten ſie wie ein Blutzeichen über ihren Häuptern.

Artevelde war während eines Augenblicks bei dem Schöffenhauſe ſtehen geblieben und hatte nach allen Rich⸗ tungen hin einen flüchtigen Blick geſandt. Er bemerkte nun, daß die Verſchworenen ſich rings um Ser van Steenbeeke zu verſammeln ſuchten. Es ſchien ihm eine unmittelbare Dazwiſchenkunft nothwendig, um den Auf⸗ rührern die Zeit zu rauben, mehr Kräfte an ſich zu zie⸗ hen. Daher befahl er Ghelnoot van Lens, die Pforte des Schöffenhauſes beſetzt zu halten, ſtellte ſich ſelbſt an die Spitze der halben Wache von St. Nikolaes und ſchritt mit hundert Mann queer durch die erſtaunte Menge, bis zu der Stelle, wo Ser van Steenbeeke beſchäftigt war, die