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Jakob von Artevelde. 59 des Geiſtes, ſo viel Stolz und ſo viel Verachtung, daß es wie ein Dolch das Herz des Schmähenden durchbohrte und ſeine Augen vor Wuth glühten.
Welche Mühe der Oberſchöffe ſich auch gab, die Ver⸗ ſammlung zu der geziemenden Gelaſſenheit zurückzufüh⸗ ren, es glückte ihm nicht, dieſen Zweck zu erreichen, bis er endlich drohte, die Sitzung augenblicklich ſchließen zu wollen. Es ſchien, als ob dies weder van Steenbeeke noch ſeinen Anhängern gefalle; denn ſie beklagten ſich heftig über die Ungeſetzlichkeit dieſer Weiſe, welche dar⸗ auf hinausgehe, den Oberhauptmann und ſeine Anhän⸗ ger ihrer Beſchuldigung zu entziehen. Endlich aber wil⸗ ligten ſte ein, ihre Plätze wieder einzunehmen, obwohl die Ruhe noch bei Weitem nicht hergeſtellt war.
„Aber, Oberhauptmann!“ rief ein Schöffe,„wie könnt Ihr nur ſo gelaſſen bleiben bei der blutigen Schmach, die Euch und uns Allen zugefügt wird? Sollte Euer Wort die Macht nicht mehr haben, um die ſchändliche Verleumdung zu erſticken unter dem Gewichte Eures Unwillens?“
Artevelde trat vor und ſprach mit der größten Ruhe:
„Meine Herren! die Sprache, die Ser van Steen⸗ beeke gegen mich führt, wundert mich durchaus nicht. Ehe ich in dieſe Verſammlung kam, wußte ich, was er heute ſagen und thun würde.....“
Ser van Steenbeeke erbleichte ſichtbar bei dieſen Worten und ſeine Freunde ſahen einander beſtürzt an. Der Oberhauptmann fuhr fort:
„Wozu würde es dienen, daß ich mich gegen unge⸗


