60 Jakob von Artevelde.
gründete Beſchuldigungen vertheidigte vor Euch, Schöf⸗ fen von Gent, deren Befehle die ſtete Richtſchnur meiner Thaten geweſen ſind? Man ſagt, ich habe die Gemüther verbittert, den Fürſten verhaßt gemacht, die Gemeinen zum offenen Aufſtande gegen die Städte angefeuert, das allgemeine Beſte geopfert, um mir meine Macht zu er⸗ halten! Cuch, meine Herren, frage ich, wann ich etwas gethan habe, das mehr geweſen ſei, als die Ausführung Eurer Beſchlüſſe. Und wenn auch mitunter der erſte Ge⸗ danke eines Unternehmens oder eines Beſchluſſes von mir ausging, nie folgte die That, ehe ſie Eure freiwillige Genehmigung erhalten hatte. Man ſagt, ich hätte die Gemüther erbittert, weil ich auf Euren Befehl die An⸗ ſchläge der Leligerds vereitelte und Gewalt anwendete, wo das Geſetz und die Gefahr des Vaterlandes es mir zur Pflicht machte?— Ich ſoll Schuld ſein, daß das Volk unſern geſetzlichen Fürſten haßt? Wer, meine Herren, hat mehr als ich ſich Mühe gegeben und ſich Gefahren ausgeſetzt, um unſern gnädigen Herrn Ludwig mit ſeinen Unterthanen zu verſöhnen? Wer hat mehr als ich, ihn mit Ehrerbietung und Liebe umgeben, ſo lange er ein Vläminger ſchien und aufhörte Franzoſe zu ſein? Wer verlangt, daß man noch täglich Verſuche mache, dem Fürſten ſeine geſetzliche Herrſchaft wieder zu verſchaffen, wenn dies nicht unſere Unterwerfung unter Frankreich mit ſich führt?“
„Scheinheiliger!“ ſchrie van Steenbeeke, der Graf hat mir ſelbſt zehnmal bekannt, daß Ihr das einzige Hinderniß ſeiner Rückkehr ſeid.“
iſt wo geſtem ſolcher meine ſollte darin, walt
ren;
bigkeiꝛ ſuchte. Und kann
mich i ſetzen. Meine Abſetz ich m gegen einzig werde


