Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

doch immer durch das anhaltende Geſchrei übertäubt, bis endlich Artevelde aufſtand und ſagte:

„Meine Herren, ich bitte Euch, laßt Ser van Steen⸗ beeke in ſeinen Beſchuldigungen gegen mich fortfahren. Er hat dazu ein geſetzliches Recht, das ihm nicht genom⸗ men werden darf. Obendrein nähre ich die Hoffnung, daß aus ſeinen Worten ſelbſt die Nothwendigkeit eines ſchleunigen Rettungsmittels für Flandern ſich unwider⸗ leglich erweiſen werde.“

„Aus meinen Worten wird ſich erweiſen,“ rief Ser van Steenbeeke,„daß Ihr ein herrſchſuchtiger, ein un⸗ rechtlicher Tyrann ſeid! O, Ihr heuchelt kalt zu bleiben bei meinen Beſchuldigungen; Ihr hofft, daß das Volk, durch Euer voriges Glück geblendet, ſeine Ketten noch nicht zu zerbrechen wagen wird, daß Ihr ihm noch lange Euren Fuß auf den Nacken ſetzen werdet. Thorheit! Man nehme nur Euer Sklavengeſetz an, und morgen ſchon werdet Ihr das Feuer des Aufſtandes in ganz Flandern entbrennen ſehen; morgen bereits wird das Volk Rechenſchaft von Euch verlangen für ſeine vernich⸗ tete Freiheit..... 6

„Das ſind ja aber lauter leere Worte!“ rief ein Schöffe ungeduldig.„Wenn Ser van Steenbeeke den Oberhauptmann beſchuldigen will, ſo thue er es mit Thatſachen!“

„Man verlangt Thatſachen?“ fuhr Ser van Steen⸗ beeke fort.„Als ob jeder Vläminger ſie nicht kennte und nicht ſchon ſeit langer Zeit deswegen nach Rache ſchriee! Wohl denn! ich ſage, wenn Flandern verzehrt

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