Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 53 lich zu machen. Nichts kann nach meiner Meinung Flan⸗ dern noch retten, als die Annahme des von mir Euch vorgeſchlagenen Geſetzes. Es giebt mir, als Ausführer Eurer Befehle, die Macht, diejenigen feſtzunehmen, welche offen zu einer Umwälzung in Flandern rathen, oder Geld ausſtreuen, um die niedrigſte Klaſſe des Volkes zur Em⸗ pörung zu beſtechen. Obendrein verhängt es ſchwere Strafen über Aufruhr, Empörung, Streit und Mord. Fern ſei von mir der Gedanke, Euch dieſes Geſetz auf⸗ zudringen; ich erſuche Euch im Gegentheil, es ſehr reif⸗ lich zu erwägen, und beſchwöre Euch, im Fall Ihr glaubt, es verwerfen zu müſſen, ſuchet andere Mittel zu finden, um die offenbare Geſetzloſigkeit zu zügeln und den An⸗ hängern Frankreichs zu wehren, ungehindert in ihren Anſchlägen fortzufahren. Ich ſage es Euch mit voller Ueberzeugung, meine Herren, wenn Euer Geiſt ſich in dieſem Augenblicke nicht über die gewöhnliche Den⸗ kungsart der Menge erheben kann, iſt Flandern verlo⸗ ren; Frankreich gewinnt ſeine tödtende Macht über uns; die Induſtrie geht von Neuem zu Grunde, und die Hun⸗ gersnoth folgt unfehlbar; denn die erſte Folge unſerer Unterwerfung unter Frankreich wird das Verbot der eng⸗ liſchen Wolle ſein. Mein Herz ſagt mir, daß Ihr Flan⸗ dern retten werdet durch die Annahme eines Geſetzes, welches man nur als vorübergehend betrachten muß, da es dem Schöffenrathe frei ſteht, es aufzuheben, ſobald die Gefahr beſiegt iſt, und müßte es auch nur vierzehn Tage in Kraft bleiben. Es iſt eine Prüfung, eine gewaltige, in der That! Aber Ihr, die Ihr ſo mannhaft den Feind