Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 51

„Ich widerſetze mich einer ſolchen Art der Berath⸗ ſchlagung, wie gegen eine ungeſetzliche Gewalt!“ fiel der alte Pieter Zoetaerde dem wüthenden Dejonckere in die Rede.„Der Oberhauptmann, von uns ſelbſt zum Raths⸗ herrn der Schöffenbank ernannt, hat das Recht, hier un⸗ geſtört zu ſprechen; man iſt verpflichtet, ihn bis zum Schluſſe anzuhören.“

„Es iſt wahr,“ bemerkte der Oberſchöffe;„ich er⸗ ſuche Mher Dejonckere, ſeine Unterbrechungen einzuſtel⸗ len. Verlangt er zu reden, ſo geſchehe es nicht eher, als bis der Oberhauptmann ſeinen Vorſchlag ganz erklärt und ausgelegt hat.“.

„Seht, meine Herren!“ fuhr Artevelde in eben ſo ruhigem Tone fort,„was in Flandern geſchieht. Die Anhänger Frankreichs ſtreuen das Geld mit vollen Hän⸗ den in den Gemeinen aus, um das Volk gegen das Bündniß mit England aufzuwiegeln— gegen das Bünd⸗ niß mit England, dem wir den Reichthum und die Macht Flanderns verdanken!— Und weil dieſe Anhänger Bür⸗ ger einer vlämiſchen Gemeine ſind, ſollen wir unthätig die öffentliche Verführung dulden und, die Arme über die Bruſt gekreuzt, eine Umwälzung zum Vortheile des Fremden vorbereiten ſehen! Wir ſollen geduldig das Verderben und die Sklaverei unſeres Vaterlandes ab⸗ warten, weil die Geſetze jedem Bürger die Freiheit ge⸗ ben, zu thun und zu ſagen, was er will, ſo lange er nicht mit gewaffneter Hand und offenbar gegen die Ge⸗ meine aufſteht! In gewöhnlichen Zeiten, meine Herren, mag der volle Gebrauch dieſer Freiheit, wenn gleich nicht 4*