Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Als er auf dieſe Weiſe zu einem der groͤßten Haufen auf dem Botermarkte geredet hatte, näherte ſich ein Blau⸗ färbergeſelle mit eiligen Schritten Ghelnoot van Lens, und ſagte dieſem, was er aus dem Munde Ser van Steenbeeke's vernommen, zugleich bemerkend, er verlaſſe den Platz, um ſeine Waffen zu holen und ſeine Freunde zur Vertheidigung des Oberhauptmanns zu verſammeln. Ghelnoot ſandte einen ſeiner Zehntner nach dem Schöf⸗ fenhauſe zu Artevelde, um dieſem zu melden, was der Geſelle Lieven Comyne ihm berichtet habe.

Ser van Steenbeeke begab ſich nun, in der Meinung, die Gemüther hinreichend zum Aufſtand angefeuert zu ha⸗ ben, gleichfalls nach dem Schöffenhauſe, und trat in die Verſammlung zu derſelben Zeit, als der Oberſchöffe, Maes van Vaernewyck, die Leſung von des Oberhaupt⸗ manns Vortrage endete.

Die dreizehn Schöffen der Keure und die dreizehn Schöffen des Gedeele waren ſämmtlich gegenwärtig und ſaßen rund um eine lange Tafel. Zwei Stadtſchreiber, Meiſter Auguſtyn und Jan van Loven, hatten ihre Plätze zu beiden Seiten des Oberſchöffen und führten das Protokoll.

Nach der Leſung des Vortrages entſtand eine gewiſſe Unordnung unter den Mitgliedern der Verſammlung. Während Viele ſich bereit zeigten, das Geſetz zu geneh⸗ migen, riefen Andere zornig, daß man dadurch die all⸗ gemeine Freiheit vernichten und das Land unter den Zwang eines Alleinherrſchers ſtellen wolle. Für das Erſte beſchränkte ſich jedoch dieſer Streit auf einzelne Ausrufungen und heftige Zankreden.

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