Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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44 Jakob von Artevelde.

ſicher treffen zu können. Doch waren dieſe Gründe an ſich ſelbſt noch nicht wichtig genug, um glauben zu laſſen, daß das Volk hier mit der Abſicht zum Aufruhr verſam⸗

melt ſei. Etwas Anderes ließ einen Theil der Bürger

Unheil und Gewalt fürchten.

Die eigenthümliche Haltung vieler der verſammelten Zunftgenoſſen— welche ſtillſchweigend in kleinen Hau⸗ fen ſtanden und geheimnißvoll nach den angrenzenden Straßen blickten, und ſich ſtumm von einander entfern⸗ ten, ſobald ſich Jemand unerwartet zu ihnen geſellte; der Anblick von dem Griffe eines Dolches oder von dem Kreuze eines Meſſers, welche zufällig dann und wann unter einem Mantel hervorblickten; die ſchlauen Blicke, welche die Vorübergehenden einander zuwarfen— dies Alles ließ viele Zuſchauer ſich mit Kummer und Angſt fragen, was es doch geben möge, und mancher fried⸗ liebende Mann verließ den Platz, um nach ſeiner Woh⸗ nung zurückzukehren. Die Anderen gingen von einem Haufen zum andern, um eine Erklärung zu erhalten oder zu erlauſchen; doch konnten ſie nichts vernehmen, einige Beſchuldigungen gegen Artevelde abgerechnet.

Mittlerweile nahte ſich die Stunde der Verſamm⸗ lung; mehr als die Hälfte der Schöffen war ſchon in das Stadthaus gegangen, und unaufhaltſam kamen die Uebri⸗ gen aus allen Straßen herbeigeſchritten, ohne bei ihrem Durchgange durch das Volk etwas Anderes als eine ge⸗ wöhnliche Verwunderung zu zeigen.

Die Verſchworenen freuten ſich innerlich an der Ge⸗ wißheit, daß ihr Plan nicht verrathen worden ſei, indem

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