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„Lieven? ich in der en, wenn en, wenn Aufſtand eehn Uhr; rals die das Spiel ung kann
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Jakob von Artevelde. 39
zu wechſeln; Niemand kann uns hier hören, und wir ſprechen ja ganz leiſe.“
„Was ſoll ich Euch ſagen, Jan? Ich begreife Euch nicht.“
„Seht! als ob nicht Euer Vater ſelbſt mir geſagt hätte, daß Ihr funßzig tapfere Geſellen anführen werdet aus dem Nieuwland!“
„Ihr macht mich verſtummen; bei meinem Worte! ich weiß von der ganzen Sache nichts. Legt mir doch deutlicher aus, wovon Ihr redet; vielleicht erinnere ich mich daran!“
„Nun, bei Sanct Makarius!“ murrte Jan, mit unterdrücktem Aerger;„wollt Ihr mich zum Beſten ha⸗ ben? Dazu iſt es zu ſpät; Ihr habt vielleicht Grund zu ſchweigen; Ihr traut mir nicht. Nun, es iſt gut! wir wollen morgen ſehen, wer ſich am tapferſten zeigen wird.... Gute Nacht!“
Lieven blieb wohl noch eine Viertelſtunde verſtummt und bewegungslos an die Mauer des Raſſeghem'sſteen gelehnt ſtehen, nachdenkend über das, was Jan Sporre⸗ linck ihm geſagt hatte. Je mehr er deſſen Worte ergrün⸗ dete, um deſto mehr breitete ſich in der Dunkelheit eine außerordentliche Bläſſe über ſein Antlitz, und Schweiß⸗ tropfen rollten von ſeiner Stirn herunter.
Man wollte einen blutigen Aufſtand wagen! Gegen wen? Gegen Arteveldes Sein Vater hatte geſagt, daß er, Lieven, funfzig M anführen ſolle, um den weiſen Mann verjagen, vielleicht ermorden zu helfen! Es konnte auch wohl Lüge oder Spott von Jan Sporrelinck ſein.


