Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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36 Jakob von Artevelde.

ſcheinen; denn ein Ausdruck froher Ueberraſchung zeigte ſich auf ihren Geſichtern. Einige drückten ſogar dem Oberdechanten die Hand. Dieſer fuhr fort:

„Meine Herren! das iſt Alles noch nichts; mein Sohn Lieven wird funfzig muthige Männer aus dem Nieuwland anführen.“

„Euer Sohn! Sein Sohn!“ rief Jeder ungläubig

und erſtaunt.— Der junge Mann von St. Joris lachte

mit frohem Ausdruck, als ob dieſe Mittheilung für ihn noch eine beſondere Bedeutung habe.

„Ich weiß, warum Euch dieſe Nachricht in Verwun⸗ derung ſetzt, meine Herren!“ entgegnete Geeraert Denys mit erheuchelter Rechtlichkeit.„Aber wäre es nicht mög⸗ lich, daß mein Sohn nie aufgehört hätte, der Sache ſei⸗ nes Vaterlandes unbekannt und unbelohnt zu dienen? Es giebt Opfer, die ſo weit über das gewöhnliche Maaß menſchlicher Kräfte hinausgehen, daß man nicht leicht daran glaubt. Zweifelt an der Wahrheit meiner Worte, wenn Ihr wollt; aber ich hoffe, Ihr werdet morgen von den Thaten der Hülfsbande von Nieuwland hören.“

„Wir wollen uns jetzt von einander trennen,“ ſagte Ser van Steenbeeke.„Ich erinnere Euch, meine Her⸗ ren, daß wir uns feierlich geſchworen haben, Gut und Blut für unſer Vaterland zu wagen, um uns von dem Drucke zu befreien. Was uns auch geſchehen möge, ſollte ſelbſt unſer Haupt auf dem Schaffotte fallen, nie wird Einer von uns den Namen unſerer Mitverbündeten of⸗ fenbaren. Wer das thäte, der würde dadurch Jedem der Uebrigen das geſetzliche Recht geben, ihn durch Gewalt

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