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Jakob von Artevelde. 35
Ah! ich vergaß, daß dieſer kühne Geſelle uns die Hülfe von dreißig Mitgliedern der Sanct Jorisgilde angebo⸗ ten hat.“
Dies ſagend, wies Ser van Steenbeeke auf einen jungen Mann, der neben ihm ſtand und dem Ober dechanten nicht weiter bekannt war, ausgenommen daß er ihn einige Male im St. Jorishofe unter den Schützen geſehen hatte. Es misfiel ihm, daß man in dieſer ge⸗ heimen Verſammlung ſo leichtſinnig einen Neuling zu⸗ gelaſſen habe. Ser van Steenbeeke, der es auf ſeinem Antlitz las, zuckte die Achſeln und ſagte:
„Mher Calevoet hat ihn eingeführt und ſteht uns für ſeine Treue. Er hat übrigens den Eid mit muthiger Kühnheit abgelegt.“
„O, ich bin ganz beruhigt über den jungen Mann,“ antwortete Denys.„Das Wort meines Freundes Ca⸗ levvet war nicht nöthig, um allen Argwohn in mir zu erſticken. Ich leſe in ſeinen feurigen Augen, daß er ein Vertheidiger der wahren Freiheit ſein wird.“
Dieſe Worte ſchienen Ser van Steenbeeke nicht zu gefallen; ſie hatten für ihn einen drohenden Sinn; doch that er, als ob er ſie nicht verſtanden habe, und fragte:
„Aber Ihr, Mher Denys, der Ihr uns ſo gewichti⸗ gen Beiſtand verſprochen habt, wie viele Leute beſorgt Ihr für die gute Sache?“
„Ich bringe hundert und funfzig Mann, meine Herren, ohne diejenigen, welche meine Sendlinge noch heute Nachmittag gefunden haben mögen.“
Dieſe Zahl mußte den Verſchworenen bedeutend er—
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