Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 31

bald Artevelde nicht mehr iſt. Ich bin Willens, ihn zum Stadtſchreiber von Gent zu machen, Muggelyn.“

„Und das Mittel dazu?“

„Das Mittel iſt, daß Ihr und Eure Vertrauten noch am Tage des Sieges viel Aufhebens davon machen, welche unendlichen Verdienſte mein Sohn Lieven bei dem Aufſtande geleiſtet habe. Sonſt verlange ich nichts von Euch; das Uebrige will ich ſchon ſelbſt beſorgen.“

„Ich werde es thun, Oberdechant; Ihr wißt, daß ich, ſeit ich Euch kenne, Meiſter geworden bin im Ver⸗ breiten von Gerüchten und Nachrichten.“

„Muggelyn, Freund, gute Hoffnung für morgen!“ ſprach Denys, der ſich anſchickte fortzugehen.„Ich muß um neun Uhr noch der letzten Verſammlung beiwohnen.“

„Um neun Uhr? Es iſt bereits halb zehn.“

„Ich weiß es wohl und hoffe, daß bei meiner An⸗ kunft ſchon Alles abgemacht ſein wird. So entgehe ich den Erklärungen, zu denen die Worte Ser van Steen⸗ beeke’'s mich zwingen könnten.“

„Aber dann wißt Ihr auch nicht, was man ver⸗ handelt hat.“

„Mher Calevoet iſt da, um mir Alles mitzuthei⸗ len.... Nun, Muggelyn, findet Euch um eilf Uhr zwi⸗ ſchen den Waſſermühlen und der Nieuwbrugge ein; Ihr werdet mich dort auf⸗ und abgehen finden. Dort werde ich Euch Näheres über Zeit und Ort angeben und Euch ſagen, ob man etwas an dem Plane verändert hat. Das Geld werde ich Euch auch einhändigen. Verweilt in Frieden!“