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Jakob von Artevelde. 29
ſinnt iſt, das weiß es ſchon lange durch uns. In dem Augenblicke alſo, wo die Menge mit wiederholtem Rufe mich verlangt, werde ich erſcheinen. Wir laufen in den Glockenthurm und lauten Sturm mit der Rolandsglocke. Während man durch dieſes Mittel die ganze Stadt in Aufruhr bringt, begeben wir uns nach dem Schöffen⸗ hauſe und nehmen dort Artevelde mit ſeinen Anhängern gefangen. Augenblicklich erklären wir den Magiſtrat für abgeſetzt und ſtellen Männer an, auf deren Treue wir rechnen können...... Und iſt es Euch möglich, den Oberhauptmann in der Verwirrung zu treffen oder durch Einen Eurer Leute niederhauen zu laſſen, ſo wäre das noch beſſer. Dann brauchen wir ihn nicht auf dem Schaffot ſterben zu laſſen.... ein Schauſpiel, das in Flandern die Gemüther zu ſehr erſchrecken würde.... Nun, Muggelyn! habt Ihr Alles wohl begriffen?“
„Wunderbar!“ rief der Ribaud, wie aus einem Traume auffahrend.„Wenn der Teufel nicht Euer Pathe geweſen iſt, ſo war er doch nicht weit davon, als Ihr geboren wurdet.“
„Ihr habt mir verſprochen, keinen Spaß zu machen, Muggelyn!“
„Ich meine, Mher Denys, daß Ihr nöthigenfalls dem Teufel ſelbſt Unterricht geben könnt. Es iſt nur eine Redensart, um Euch das Lob zu ertheilen, das Euch gebührt.“
„Nun, Muggelyn, ich will Euch in Euren Späßen nicht mehr ſtören. Im Ernſt geſprochen: was iſt Eure Anſicht über meinen Plan?“


