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Jakob von Artevelde. 19
tief in's Geſicht und verließ ſeine Wohnung, um den König der Ribauden nochmals außzuſuchen, ehe er ſich zur Verſammlung begab. Mit ſchnellen Schritten eilte er über den Kirchhof von Sanct Jan, durch die Ober⸗ ſcheldeſtraße, und ſtand bald darauf unter dem dunklen Gewölbe des Wallthores, wo ihm ſogleich geöffnet und er mit einer gewiſſen Ehrfurcht empfangen wurde. In Muggelyn's Gemach tretend, fand er dieſen mit zweien ſeiner Ribauden bei dem Würfelſpiele; Jeder von ihnen hatte eine ziemliche Anzahl ſilberne Geldſtücke vor ſich liegen, und ſie waren ſo in das Spiel vertieft, daß ſie den Oberdechant nicht eher bemerkten, als bis dieſer ſei⸗ nen Gruß ſehr laut wiederholte.
Die Ribauden ſtrichen raſch ihr Geld ein und ver⸗ beugten ſich tief und erſchrocken vor dem Kommenden, als ob dieſer ihr Herr ſei und ſie auf einem Diebſtahle ertappt habe.
Geergert Denys blieb verwundert ſtehen, als er die ehrfurchtsvolle Haltung der Ribauden ſah, und warf einen fragenden Blick auf Muggelyn; aber dieſer rief ſchlau:
„Was, Burſchen? Ihr wollt gehen, weil unſer Freund Mher Denys uns mit einem Beſuche beehrt? Ihr ſeid verteufelt pfiffig! Weil ich bei dem erſten Wurfe ſechzehn Augen hatte, wollt Ihr das Spiel unterbrechen! Kommt, noch einen Wurf!“
„Ich verlange Euch allein zu ſprechen, Muggelyn!“ ſagte der Oberdechant, mit einem Tone, welcher unter⸗ drückten Zorn vermuthen ließ.
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