Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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18 Jakob von Artevelde.

erklären würden, und der Hauptmann von St. Jakobs, Willem van Vaernewyck, ſchwankte und würde gewiß, ſobald ſich die mindeſte Hoffnung eines günſtigen Er⸗ folges zeigte, zu den Verſchworenen übergehen. Außer⸗ dem deuteten die Nachrichten, welche die ausgeſandten Spione über den in den verſchiedenen Vierteln der Stadt vorherrſchenden Geiſt brachten, auf ſo außerordentlich viele Anhänger, daß man faſt des Sieges ſicher ſein konnte.

So gern auch der herrſchſüchtige Geeraert Denys ſich öffentlich an die Spitze der Verſchwörung geſtellt hätte, um ſich alle Früchte derſelben zueignen zu können, ſo hielt ihn doch ſeine ſchlaue Vorſicht zurück, da er nicht gewiß wußte, welchen Ausgang die Sache nehmen könnte. Er bediente ſich alſo wieder ſeiner gewöhnlichen Ver⸗ ſtellung, um Freund und Feind zu täuſchen und zu machen, daß im Fall eines guten Erfolges Vortheil und Ehre ihm allein zukämen, während alle Verantwortlich⸗ keit auf ſeine Verbündeten fiel, wenn Artevelde den Auf⸗ ſtand unterdrückte. Durch die Vermittelung des Königs der Ribauden wollte er der Verſchwörung beträchtlichen Beiſtand verſchaffen, um ſich nach gewonnener Sache den größten Antheil am Siege zueignen zu koͤnnen.

Alles war bereit, um am andern Tage den Schlag zu wagen; die Häupter der Verſchwörung ſollten an die⸗ ſem Abende noch eine geheime Zuſammenkunft haben.

Eine Stunde vor der beſtimmten Zeit hüllte Gee⸗ raert Denys ſich in einen dicken Mantel, zog die Kappe