Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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B:

16 Jakob von Artevelde.

die Neider des Oberhauptmanns hörten ebenfalls nicht auf, Betrübniß über den Abzug des geſetzlichen Fürſten zu heucheln und ſelbſt die ruhigen Bürger gegen Arte⸗ velde aufzureizen.

Da nun auf der andern Seite der Oberhauptmann bei den Regierungen der Städte darauf antrug, ſie möch⸗ ten wenigſtens in dieſer Zeit etwas von der ganzen ſtren⸗ gen Ausübung ihrer Privilegien hinſichtlich des Mono⸗ pols der Weberei ablaſſen, ſo wurden ihm auch viele reiche Bürger feindlich geſinnt und es bildete ſich ſelbſt im Schöffenrath zu Gent eine Partei gegen ihn.

Kaum hatte er daher den drohenden Aufruhr im weſtlichen Flandern unterdrückt, als auch ſchon ſeine Feinde und Neider die Zeit für günſtig hielten, einen Verſuch gegen ihn zu machen. Die Erfahrung hatte ih⸗ nen gezeigt, daß Artevelde unbeſiegbar bliebe, ſo lange er von dem Schöffenrathe der mächtigen Stadt Gent un⸗ terſtützt würde. Deshalb wollten ſie ihn jetzt im Schooß deſſelben angreifen und den Schöffenrath ſelbſt gegen ihn aufwiegeln. Dies war kein leichtes Unternehmen, weil die Schöffen faſt ſämmtlich an den großen Thaten des Oberhauptmanns Theil genommen hatten. Bei Einigen jedoch wirkte bereits der Neid im Herzen über ſeinen un⸗ begrenzten Einfluß; Andere hatte man durch Verſpre⸗ chungen höherer Aemter und fürſtlicher Gunſt verleitet; wieder Andere, die zur Weberei gehörten, begannen zu fürchten, daß er den kleinen Gemeinen gegen die Städte Vorſchub leiſten und daher ihnen einen bedeutenden Schaden zufügen würde.

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