Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

lich ermorden zu wollen, weil ſie einen unſchuldigen Bür⸗ ger von Ardenburg auf eine unmenſchliche Weiſe getöd⸗ tet hätten. Die Genter ließen es auch nicht an Drohun⸗ gen fehlen, und das zuſammenſtrömende Volk ward ſo zahlreich und ſo wüthend, daß dieſe, die ſich bedrängt ſahen, bereits einen Angriff zu ihrer Vertheidigung un⸗ ternehmen wollten. Da trat aber Artevelde mit einigen ſeiner Begleiter aus Ser Lammens' Hauſe und zeigte dem Volke die Banne des Aufſtandes, welche man nebſt einer großen Menge Kriegswaffen dort gefunden hatte.

Auf dieſen Fähnlein war das gräfliche Wappen Lud⸗ wigs und die franzöſiſchen Lilien eingewirkt, und ſie lie⸗ ßen daher nicht den mindeſten Zweifel übrig über die Gründe, weshalb man die Wohnung von Ser Lammens mit Gewalt durchſucht habe. Die Verſchwörung war nur Wenigen im Volke bekannt; deshalb billigte die Mehr⸗ zahl die Strafe, und obwohl noch viele Stimmen Rache ſchrieen und die Menge gegen Artevelde und deſſen Schaa⸗ ren aufzuhetzen ſuchten, ließ man doch die Genter unge⸗ hindert fortziehen, um auch in anderen Gemeinen die Verſuche zum Aufruhr zu unterdrücken.

Sei es nun, daß Graf Ludwig von Nevers die Hand geliehen hatte zu dieſer Verſchwörung, oder daß er fürch⸗ tete, in dieſelbe verwickelt zu werden; er verließ ohne Aufſchub Flandern und zog nach Frankreich, als Grund angebend, daß man ihm Gewalt anthue und es hinreiche, ihm geneigt zu ſein, um von den Gemeinen als ein Miſ⸗ ſethäter behandelt zu werden. Die Leliaerds verſäumten dabei nicht, über Artevelde's Herrſchſucht zu klagen, und