14 Jakob von Artevelde.
des Oberhauptmanns. Wie dem auch ſein mochte, ein lich er Theil des Volkes ſchenkte demſelben Glauben und be⸗. ger v⸗ klagte ſehr das Schickſal der Empörer, die man als die tet hä Schlachtopfer von Artevelde's Strenge betrachtete. gen foͤ Um dieſe Zeit erhielt der Schöffenrath von Gent ei⸗ zahlre nen geheimen Bericht, in welchem demſelben gemeldet ſahen, wurde, daß ſich in Weſtflandern eine große Verſchwö⸗ ternel rung gebildet habe zwiſchen den Leligerds und den Un⸗ ſeiner zufriedenen der Gemeinen, um ſich gemeinſchaftlich gegen dem? die drei Hauptſtädte Flanderns zu erheben, die Vorrechte einer der Wollenweberei zu vernichten, dem Grafen eine un⸗ 2 beſchränkte Herrſchaft zu ſichern, die Oberhoheit Frank⸗ wigs reichs anzuerkennen und das Bündniß mit England zu ßen d löſen. Dieſe Verſchwörung, welche innerhalb acht Ta⸗ Grün gen ausbrechen ſollte, hatte bereits vierzehn Fähnlein mit G Bewaffneter heimlich organiſirt. Ein vornehmer Ritter Wenit von Ardenburg, Ser Pieter Lammens, war der Führer zahl d und das anerkannte Oberhaupt derſelben. ſchriee Sobald der Schöffenrath dieſe wichtige Nachricht er⸗ ren al halten, wurde Artevelde der Befehl, mit einigen Ban⸗ hinder den Genter Bürger nach Ardenburg zu ziehen, um die Verſu Verſchworenen anzugreifen und zu vernichten. S Als ſie in Ardenburg anlangten, zogen die Genter geliehe gerades Weges nach Pieter Lammens' Wohnung und tete, erſchlugen ihn vor derſelben. Seine Freunde entflohen Aufſch und verbreiteten in der ganzen Stadt die traurige Kunde, angeb Pieter Lammens ſei grauſam vor ſeiner Thüre ermordet ihm g worden. Das Volk rottete ſich bei der Leiche zuſammen ſethäte und ſtieß Drohungen gegen die Genter aus, ſie ſämmt— dabei⸗


