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8 Jakob von Artevelde.
ſtechungen, um Flandern von dem Bündniſſe mit Eng⸗ land abzuziehen und es für ſich zu gewinnen. Durch den Grafen Ludwig von Nevers unterſtützt, hatte er die mei⸗ ſten Edelleute des platten Landes in Flandern dahin ge⸗ bracht, ſich zu ſeinen Gunſten gegen die Gemeinen zu erklären und ihm in ſeinen geheimen Unternehmungen behülflich zu ſein.
Der große Bürger von Gent durchſchaute alle dieſe liſtigen Handlungen wohl, und fürchtete mit Recht, daß ihre Anſchläge den Feinden ſeines Vaterlandes glücken würden, während das Volk, jetzt gänzlich beruhigt über die Gefahr, ſich mit unbegreiflicher Blindheit aufregen und irre leiten ließ. Er gebrauchte täglich ſeine ganze Beredtſamkeit, um den Behörden und ſelbſt der Menge begreiflich zu machen, daß der Kampf gegen Frankreichs Liſt nicht aufgehört habe und daß der herrſchende Leicht⸗ ſinn Flanderns Fall vorbereiten könne. Man erkannte, daß er die Wahrheit ſpreche; man ſchenkte ſeinen Worten Glauben; aber da das allgemeine Band der Furcht zer⸗ riſſen war und die Bürger ihre beſonderen Anſichten nicht mehr auf dem Altare des Vaterlandes opfern woll⸗ ten, ſo blieben die Parteien, wie ſie waren.
Da Artevelde den Wohlſtand, deſſen ſich Flandern erfreute, geſchaffen, und das Bündniß mit England als das einzige Mittel des Gedeihens des Handels und der Macht gegen Frankreich geſchloſſen hatte, ſo war er noch immer der Grundſtein, auf welchem Flanderns Fortbe⸗ ſtehen ruhte. Daher richteten ſich auch alle L
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