Die hölzerne Clara.
Ich habe einen tödtlichen Kummer ausgeſtanden, es iſt wahr, ſprach er: ein gräßlicher Verdacht hat mir das Herz zerriſſen— Niemand weiß was ich gelitten habe; denn ich liebe Euch, theure Catalina, und ich dachte..... doch ich hatte Unrecht; ſprechen wir nicht mehr davon. Es iſt mir heute ein Glück wiederfahren, was mich auf den Gipfel der Freude erheben würde, wenn Euer eigner froher Blick dazu nicht hinreichend wäre.
— Ein Glück? fiel die Gräfin ihm in das Wort, ein
Glück, Euch, Caliſto? o dafür ſei Gott gedankt! — Hört, fuhr der Graf mit geheimnißvollem doch fröh⸗ lichem Tone fort; Ihr wißt wohl, Catalina, daß mein Bru⸗ der mit ſeiner Gattin an blutigem Tage der ſpaniſchen Furie in ſeinem Hauſe verbrannte. Ihr Kind war nach der Aus⸗ ſage einiger Nachbarn gleichfalls in den Flammen umgekom⸗ men; allein Ihr erinnert Euch wohl, daß Andere behaupte⸗ ten, daß ein ſpaniſcher Soldat das Kind aus den Flammen gerettet habe?
Bei dieſer Frage ſchüttelte die Gräfin das Haupt als wenn ſie ſagen wollte:— Ich erinnere mich deſſen nicht.
Vielleicht habt Ihr es vergeſſen, fuhr der Graf fort. Ihr wißt, Catalina, wie ich meinen Bruder geliebt habe, daher wer⸗ det Ihr auch begreifen, welche Freude mich erfüllt, da ich heute durch einen Zufall das Kind meines Bruders entdeckt habe.
— Das Kind Eures Bruders? rief die Gräfin als ob ſie an der Wahrheit dieſer Nachricht zweifelte.
— Das Kind Senor Alonzo's? wiederholte die er⸗ ſtaunte Duena.
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