Die hölzerne Clara. 107
..— Gnade, Gnade, Graf d'Almata! Ich habe übel . gehandelt, ich bin ſchuldig, verdiene Eure Rache, Euren Un⸗ in ſaß willen, Euren Haß. Ach! handelt mit mir nach Eurem ihrem Gutdünken. Aber, bei dem bittern Leiden unſers Herrn, ihren entfernt mich nicht aus Eurer Nähe, laßt mich nicht ſo
grauſam ſterben! Laßt mich Eure Magd, Eure Sklavin
veniger ſein, nur erlaubt, daß ich Euern Fußſtapfen folge! Caliſto,
es ver⸗— Caliſto, verſtoßt mich nicht! Ich werde Euch mein Kind ſchenkt opfern... und, wenn Gott mir die Kraft dazu verleihet, n Ge⸗ ſo will ich es ganz vergeſſen, um meine Schuld zu büßen..... lein ſie Der Graf ließ ihr nicht Zeit fortzufahren; er hob ſie abrei⸗ vom Boden auf und küßte ſie ſchweigend auf die Stirn. ſowohl Dieſer Beweis von Liebe überraſchte die Senora ſo ing an ſehr, daß ſie faſt ohnmächtig an die Bruſt ihres Gatten ſank. harter— Ach, habt Mitleid mit mir..... rief ſie, ihm mit mand, ungläubigen Erſtaunen in die Augen blickend,... ich werde
wahnſinnig.... aber nein, Ihr ſeid es, Caliſto.... und deſſen, Ihr haßt mich nicht, Ihr lacht mir entgegen.... uſt ih⸗ Beklemmt und von Seligkeit faſt erſtickt, hing ſie am n Ge⸗ Halſe ihres Gatten, der ſie liebevoll betrachtete. tte ge⸗— Dank, Dankl ſeufzte ſie. Ihr habt mir alſo ver⸗ tlichen ziehen? Ihr achtet mich noch Eurer Freundſchaft würdig? dieſe Ich will Euch lieben— anbeten wie das Bild der göttli⸗ lötzlich 8 chen Güte. Ach, Caliſto, ſeid geſegnet!
Der Graf faßte den Arm der Senora und ſie mit zärt⸗
ihrem lichem Lächeln zum Fenſter führend, deutete er dort auf einen f mit Stuhl, nahm neben ihr Platz und ergriff auf's Neue ihre
Hand.


