Die hölzerne Clara.
ſeine Wohnung zurückgekehrt.............
Es war gegen vier Uhr Nachmittags; die Gräfin ſaß ganz abgemattet, ausgeweint und niedergedrückt in ihrem Seſſel; die Duena betete in geringer Entfernung ihren Roſenkranz.
Im Herzen der Senora wohnte jetzt zwar weniger Schreck, allein deſtomehr Verdruß; ſie hatte von Ines ver⸗ nommen, daß der Graf der Wahrheit Glauben geſchenkt hatte und daß er nun nicht mehr von dem peinlichen Ge⸗ danken verfolgt ward, daß ſie ihm untreu geweſen, allein ſie dachte, daß er ſie verlaſſen und allein nach Spanien abrei⸗ ſen wolle. Da ſie ihren Gatten feurig liebte und ſowohl durch die Bande der Dankbarkeit, wie der Zuneigung an ihn gefeſſelt war, ſo war dieſe Gewißheit ihr ein harter Schlag, deſſen ſie mit duldender Angſt harrte, wie Jemand, der ſich zerſchmettert unter das Schickſal beugt.
Während ſie im Innern über den Verluſt alles Deſſen, was ihr theuer war, weinte und trauerte: den Verluſt ih⸗ rer Ehre, ihres theuern Gatten, während ſie bei dem Ge⸗ danken zitterte, daß er in ſeinem Zorne vielleicht Worte ge⸗ ſprochen haben könnte, die ſie und ihr Kind der öffentlichen Schmach preisgeben könnten, während ſie ganz in dieſe trüben Betrachtungen verſunken war, öffnete ſich plötzlich die Thür und Graf d'Almata erſchien im Zimmer.
Mit einem lauten Schrei ſprang die Senora von ihrem Stuhle auf, ſank auf die Kniee nieder und rief mit erhobenen Händen:
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