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Die hölzerne Clara.
er auf das einfache Kind, was dieſen ſüßen Balſam in ſeine beklemmte Bruſt ergoſſen hatte.
Als wenn eine Stimme in ſeinem Innern plötzlich geſprochen, ſtand er auf und ſprach zu Clara:
— Nan könnte ſich Tage lang mit Dir unterhalten, ſtrahlende Maid! Komm, damit ich Dir einen herzlichen Kuß gebe: vielleicht werde ich Dir Friede und Glück zu verdanken haben.— Aber Du wirſt Nichts ſagen von dem, was hier geſchehen iſt, nicht wahr? Komm, umarme mich noch einmal, hoffentlich wird es das letzte Mal nicht ſein. Geh nun ruhig wieder an Deine Arbeit und ſage Nichts: Du ſollſt glücklich werden, Clara.
Der Graf verließ das Zimmer und ſprach noch einige geheimnißvolle Worte mit der Mutter des Mägdehauſes, die nicht ohne Angſt an der Thür wartete. Was der Graf ihr geſagt, mußte ſie ſehr erfreut haben, denn ſie grüßte ihn lachend und fröhlich und eilte dann jauchzend zu Clara hin, die ſie vom Boden aufhob und in höchſter Freude mit Küſſen bedeckte.
Graf d'Almata hatte ſich unterdeſſen die Thüre öffnen laſſen und eilte jetzt mit verdoppelten Schritten nach der Mitte der Stadt. Bald darauf befand er ſich in der Klo⸗ ſterſtraße; und ſpäter ſahen ſeine Bekannten ihm die Treppe des Stadthauſes hinaufſteigen. An dieſem Tage mußte er gewiß an vielen Orten geweſen ſein und eilige Angele⸗ genheiten erledigt haben; er war zum zweiten Male im Mägdehauſe geweſen, gleichwohl aber noch immer nicht in


