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Die hölzerne Clara.
Clara ſenkte das Haupt und antwortete nicht.
— Anbetungswürdiges Kind! rief d'Almata mit Ent⸗ zuͤcken; dieſes Geheimniß willſt Du nicht verrathen; aber lügen kann Dein reines Herz auch nicht. Nein, nein, ſage es keinem Menſchen auf der Erde!
— Ha! Du ſollteſt unglücklich ſein? Ich ſollte die Stimme Deines Vaters überhören, ſeine Bitte verwerfen ... mein Leben durch Gewiſſensbiſſe vergiften? Undank⸗ bar ſein und Liebe mit Haß belohnen?... Kind, Kind danke Gott in Deinen reinen Gebeten. Dein ſüßes Lä⸗ cheln hat zwei Menſchen vom Tode errettet; zwei Menſchen, von denen Einer Dir theuer iſt und der Andere Dir theuer werden ſoll durch ſeine Wohlthaten..... Fühlſt Du in der That eine Neigung mich zu lieben, Clara?
— Ach, fragt das nicht, Herr Graf; ſeid Ihr nicht der treueſte Freund meiner Beſchützerin— muß ich Euch alſo nicht lieben? Und Ihr ſeid ſo gut und freundlich ge⸗ gen ſie, wie ſie immer ſagt! Darum werde ich Euch auch immer gern ſehen. 4
Der Graf betrachtete das Kind ſchweigend. Ein un⸗ beſchreiblich ſeliges Lächeln glänzte auf ſeinen Zügen, und er liebkoſte das Kind nicht blos mit Freundſchaft, ſondern ſelbſt mit Dankbarkeit. Den Troſt, den er durch die Um⸗ wandlung ſeiner Gedanken genoß, das Glück, das er in ſei⸗ nen edelmüthigen Entwürfen fand, die ſein Leben in einen Himmel des Friedens und der Liebe umſchaffen konnten— alle dieſe Gefühle ergoſſen ſich wie ein erquickender Strom über ſein Herz, und mit einer gewiſſen Bewunderung blickte
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