Druckschrift 
Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Die hölzerne Clara.

Ach, liebes Kind, ſprach er in ziemlich gutem Nie⸗ derdeutſch, Du kennſt mich alſo, daß Du mich ſo freundlich betrachteſt?

Seid Ihr nicht der Graf d'Almata? antwortete das Kind; meine Beſchützerin liebt Euch ſo ſehr und hat mir geſagt, daß Ihr ſo gut ſeid! Muß ich Euch da nicht gern ſehen, Herr Graf?

Senor d'Almata hob das Kind auf ſeine Kniee und es freundlich liebkoſend, fragte er:

Kennſt Du Deinen Vater?

Mein Vater iſt im Himmel, ſeufzte Clara, er bit⸗ tet Gott für mich..... ich habe ihn nicht geſehen.

Aber ich, antwortete der Graf ſeufzend. Ich habe ihn geſehen und gekannt, liebes Kind, er war mir ein theu⸗ rer Freund und Bruder. Ich habe ihn geliebt, ach ſo ſehr! Die Thränen, die ich jetzt vergoß, haſt Du meinen Augen entlockt, denn Du gleichſt ihm wunderbar!

Unter den Liebkoſungen des Grafen war Clara ſchnell mit ihm vertraut geworden. Als ſie hörte, daß der Se⸗ nor ihren Vater geliebt hatte, da war alle ihre Schüchtern⸗ heit verſchwunden. Sie ſchlang ihre Aermchen um ſeinen Hals und ihn auf die Wange küſſend, ſagte ſie im ſchmei⸗ chelndſten Tone ihrer Stimme:

Möge Gott Euch lohnen, daß Ihr meinen Vater geliebt habt.... darum werde ich Euch auch ſtets gern ſehen!

Kennſt Du wenigſtens Deine Mutter? fragte der Graf.