Die hölzerne Clara.
glänzen. Das Mädchen glich ihrem Vater: aus dieſen reinen und edlen Zügen flehte der ſelige Lanceloot um Mitleid für ſein Kind, um Gnade für ſeine Verlobte! Der Graf ſah ſeinen Buſenfreund vor ſich ſtehen, es war ſeine theure Stimme, die in ſeinem Ohre wiederklang und nun war es ihm nicht mehr möglich, ſein Auge von den Zügen abzuwenden, in welchen er, wie in einem offenen Buche, die ſchönſten und glücklichſten Stunden ſeines Lebens aufge⸗ zeichnet fand.
Nicht mächtig dem in ſeinem Herzen aufwallenden Ge⸗ fühle länger zu widerſtehen, gab er der Mutter ein Zeichen ſich zu entfernen. Die aufmerkſame Frau erkannte, daß jetzt alle Gefahr vorüber war; ſie hatte innerlich gejauchzt über die Verwandlung des Grafen, den ſie durch Clara's ſüßen Zauber beſiegt glaubte. Nun verneigte ſie ſich ehr⸗ erbietig und verließ das Zimmer.
Sobald Graf d Almata ſich allein befand, überließ er ſich ganz dem Gefühl, was ſich ſeiner bemächtigt hatte; er führte die rechte Hand an die Augen und mit der Linken die Hand Clara's faſſend, vergoß er in der Stille eine Fluth von Thränen, die ſeinen Buſen von all dem Weh zu ent⸗ laſten ſchienen, was ſich darin aufgehäuft hatte. Unter⸗ deſſen ſtreichelte das Kind, in der augenſcheinlichen Abſicht, den leidenden Mann zu tröſten, ſeine Hand.
Der Sturm im Herzen des Grafen beruhigte ſich all⸗ mälig, Er betrachtete das Kind auf's Neue; allein dies⸗ mal war ſein Geſicht von Freude erhellt und ſchien dem ſüßen Lächeln auf Clara's Lippen zu entſprechen.
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Graf.


