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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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t's armes getrauert e ſie zur n machen. eg liebte, delmuthes nen durch ſie mußte Euer Le⸗ lung und ärtyrerin ſah, wie allmälig mir nicht ben: ein

erzes war kort:

den Nie⸗ geiner Ge⸗ rgeblichem Antwerpen agdehauſe. ihr Töch⸗ inmal von einmal vor 1 Thaäͤnen

Die hölzerne Clara. 97

benetzen. Die Gräfin hat ihre Wohnung zur Nachtzeit verlaſſen: es iſt dies eine ſtrafbare Thorheit in der That; allein ſie hatte dabei keine andere Abſicht, als die, ihr Kind zu umarmen.... Und wenn Ihr an der ſtrengen Wahr⸗ heit alles Deſſen zweifeln ſolltet, Senor:— in der Klo⸗ ſterſtraße wohnt eine arme Soldatenfrau, Namens Anna Canteels; ſie war es, der man das Kind anvertraute, ſie weiß Alles... Im Mägdehauſe nebenan wohnt das Kind als Stadtwaiſe: es iſt ein Töchterchen und wird die hölzerne Clara genannt. Vielleicht wollt Ihr, Herr Graf, die Unſchuld Eurer Gemahlin durch nähere Unterſuchung beſtätigt ſehen . es iſt dies ein Recht, was Euch zuſteht; allein ich flehe Euch an, was auch Euer Entſchluß ſein möge, Graf d'Almata, ſchonet den guten Ruf meiner Gebieterin, ſcho⸗ net das Gedächtniß Eures Freundes Lanceloot, ſchonet Euer eigenes Haus vor Schande und Unehre! Ich habe Nichts mehr zu ſagen; nun wißt Ihr die ganze Wahr⸗ heit...

Längſt ſchon hatte die Duena geendet, als der Graf mit unterdrücktem Zorne endlich ſprach:

Es iſt gut; verlaß dieſes Zimmer. Ha, Du wollteſt mir Ruhe und Friede bringen und haſt nichts gethan, als die Quelle meiner Verzweiflung, meines Schmerzes ver⸗ ändert! Neben der Wunde, die ein furchtbarer Verdacht meinem Herzen geſchlagen, haſt Du eine neue blutende Wunde geöffnet. Ich muß mich mit Freunden und Verwandten berathen über das, was mir zu thun geziemt: dieſen

Schimpf will ich von meinem Wappen entfernt wiſſen. Geh, Die hölzerne Clara. 7