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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Die hölzerne Clara.

d'Almata, wußte meine Gebieterin nicht, wo Lanceloot's armes Kind verblieben war..... Acht Jahre lang hat ſie getrauert und geweint, acht Jahre lang blutete ihr Mutterherz...... und Niemand, denn mich, ihre Dienerin, konnte ſie zur Vertrauten ihres Schmerzes und ihrer bittern Leiden machen. Sie mußte Euch hintergehen, Euch, den ſie feurig liebte, den ſie als das Vorbild der Güte und des Edelmuthes ehrte; ſie mußte Euch hintergehen, Euch erzürnen durch das Geheimnißvolle ihrer Worte und Thaten; ſie mußte Euch in Eurem innerſten Gefühl verwunden und Euer Le⸗ ben in eine Hölle des Verdachts, der Verzweiflung und des Zweifels verwandeln. Ach, ich ſah die Märtyrerin vergehen, ſah die Röthe ihrer Wangen bleichen, ſah, wie nagender Kummer ſie verzehrte, wie der Tod ſie allmälig beſchlich. Und Ihr ſelbſt, Herr Graf, habt Ihr es mir nicht oft mit Verzweiflung geſagt: Ach! ſie wird ſterben: ein geheimes unbegreifliches Leid verzehrt ſie?

Ein dröhnender Seufzer unterdrückten Schmerzes war des Grafen einzige Antwort. Die Duena fuhr fort:

— Endllich willigtet Ihr ein, eine Reiſe nach den Nie⸗ derlanden zu unternehmen. Ihr gabt dadurch meiner Ge⸗ bieterin das Leben wieder. Nach langem, vergeblichem Suchen haben wir das Kind endlich hier in Antwerpen wiedergefunden: es lebt hier nebenan im Mägdehauſe. In dieſer Nacht wollte die unglückliche Mutter ihr Töch⸗ terchen noch einmal umarmen, ihr Herz noch einmal von dem unendlichen Liebegefühl entlaſten,— noch einmal vor ihrer Rückkehr nach Spanien ihr Kind mit ihren Thaanen

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