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Die hölzerne Clara.
vermuthet.— Verzeiht mir meine ſtolze Sprache; mit Ehrfurcht beuge ich mich vor meinem Herrn und Gebieter, allein ich vertheidige hier die verkannte Ehre meiner Gebie⸗ terin. Ich bin gekommen, um die Hölle des Zweifels in Eurer Bruſt zu erſticken. Mögt Ihr mich vernichten, wenn Ihr wollt: ich will von der Wahrheit Zeugniß geben und bedrohete mich auch ſchon der Tod!
— Mein Haupt iſt glühend, ſeufzte der Graf, Alles drehet ſich vor meinen Augen, ich leide furchtbar..... Ca⸗ talina rein! Ich ſollte ſie noch lieben dürfen! Ines, Ines, wenn Du auch nur Ein falſches Wort ſprächeſt, ſo wäre Deine Verworfenheit nicht mit tauſendfachem Tod zu ſüh⸗ nen! Ach, habe Mitleid mit mir, täuſche mich nicht!
Langſam näherte ſich die Duena dem Grafen und ſank vor ihm auf die Knie nieder. Sie ergriff ſeine Hand und nachdem ſie dieſelbe ehrerbietig küßte, antwortete ſie:
— Guter Herr, ich flehe es als eine Gnade für Euch ſelber, für die Gräfin und für mich, daß Ihr mich ſprechen laßt. Ich bin gekommen, um Euch das Geheimniß zu er⸗ klären, was nun ſeit zehn Jahren wie ein vergifteter Schleier über Euer Leben ausgebreitet iſt— und wenn dieſes Ge⸗ heimniß Etwas birgt, was Euch mit Recht erzürnen wird, ſo läßt Eure endloſe Güte mich hoffen, daß Ihr verzeihen werdet, was zu verzeihen it....... Darf ich ſprechen? Werdet Ihr mich anhören, ohne mich zu unterbrechen?
— Steh auf, ſprach der Graf auf einen Stuhl zei⸗ gend, und wenn Du Wahrheit ſprichſt, ſo möge Gott Dich ſegnen!
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