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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Die hölzerne Clara.

Als die Duena durch das Beiſpiel ihrer Gebieterin einmal zur Verachtung einer jeden Gefahr ermuthigt war, zitterte ſie nicht mehr. Im Gegentheil hatte, da ſie von Natur eine ſehr muthige Frau war, das Gewicht ihrer Sendung ſie ſelbſt mit einer ungemeinen Gemüthskraft be⸗ ſeelt, und ſo ſchritt ſie ohne Zögern durch die Corridore und plötzlich ſtand ſie im Zimmer des Grafen d' Almata.

Der unglückliche Gatte ſaß, das Haupt auf die Hand geſtützt, an einem Tiſche und blickte unverwandt zu Boden. Die beiden Piſtolen lagen noch geſpannt neben ihm.

Als er die Duena erblickte lief ein Zittern durch alle ſeine Glieder und ein bitteres Spottlachen verzerrte ſein Geſicht.

— Elende Schlange, lebſt Du noch! rief er aus; bringſt Du mir Dein Blut zum Opfer...... ich begehre es nicht. Der Henker und der Scheiterhaufen werden zu Gericht ſitzen über Deinen ſchändlichen Verrath.

Die Duena ließ ſich indeſſen durch dieſe ſchrecklichen Worte nicht niederdrücken, einen Augenblick ſchwieg ſie, dann aber ergriff ſie kaltblütig das Wort:

— Graf d' Almata, Ihr habt Eure Gattin ob einer Miſſethat in Verdacht: es iſt eine Lüge! Heilig hat ſie Euch die Treue bewahrt, welche ſie vor Gottes Altar einſt gelobte.

— Ha, der Betrug ſoll den Verrath verbergen! Nein, nein, es iſt geſchehen. Geh, erzürne mich nicht, das Feuer könnte nochmals in meinem Gehirn entbrennen... ich will Dein Blut nicht, ſag' ich Dir!

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