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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Die hölzerne Clara.

— Das Uebrige ſoll ich in Clara's Sparbüchſe legen als eine Gabe.... der Gräfin d'Almata?

Die Senora erſchrak bei dieſer Frage offenbar; ſie ſchlug die Augen nieder wie Jemand der nachſinnt oder beſchämt iſt.

— Soll ich ſagen, daß ein Unbekannter mir dieſes Geld übergeben hat? fragte die Mutter mit einem gewiſſen Nachdrucke.

— Ja, ja, ein Unbekannter, antwortete die Senora, eine Perſon die verſchwunden iſt und von der man weiter Nichts weiß. Hal das iſt gut!

Je länger dieſe Unterredung dauerte, um ſo feſter wur⸗ zelte auch bei der Mutter die Ueberzeugung, daß ſie ſich in Bezug auf die zwiſchen der Gräfin und Clara herrſchenden Beziehungen in der That nicht getäuſcht hatte: ſie bemerkte gleichfalls daß Etwas das Herz der Senora bedrückte und daß dieſe geneigt war ihr Leid in ihren Buſen auszuſchütten, ſie ſchloß dies aus der geringen Sorgfalt, die ſie anwandte um ihr Geheimniß zu verbergen. Die Mutter nahm ſich vor den Weg der Erklärung, wenn dieſe überhaupt in der Abſicht der Senora lag, abzukürzen und zu erleichtern. Die Gelegenheit dazu bot ſich ihr unverweilt dar.

— Nicht wahr, ſprach die Senora, Ihr werdet Clara im Spaniſchen unterrichten laſſen? Ihr werdet ihr Alles lehren, was man wiſſen muß um mit Ehren in der Geſell⸗ ſchaft zu erſcheinen?

— Nein, edle Frau, es darf nicht ſein; zu viel Wiſſen i*ſt für eine Frau niedrigen Standes faſt immer eine Ur⸗ ſache des Unglücks.

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