Druckschrift 
Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſe legen

ie ſchlug zämt iſt. ſes Geld gewiſſen

Senora, n weiter

ſter wur⸗ ie ſich in rſchenden bemerkte ickte und uſchütten, anwandte lahm ſich pt in der tern. Die

det Clara ihr Alles er Geſell⸗

iel Wiſſen eine Ur⸗

Die hölzerne Clara. 61

— Ach Gott, Mutter, Ihr ſeid wahrlich unerbittlich. Aber Clara iſt von edlem Blute, ſag' ich Euch.

— Ich weiß es noch ehe ich die Ehre hatte Euch zu kennen, Gräfin, antwortete die Mutter kaltblütig.

— Von wem wißt Ihr denn das? rief die über⸗ raſchte Senora.

— Von Clara ſelbſt.

— Wie? Clara ſollte dies wiſſen.

— Nein, Gräfin, ſie weiß es nicht und doch ſagt ſie es.

— Was iſt das für ein Räthſel? Ich begreife es nicht.

— Es iſt ſeltſam in der That.— Ihr, edle Frau, habt gewiß ſchon oft von einer Krankheit ſprechen hören die man Mondſucht oder Schlafwandel nennt?

— Ja, und nun?

— Die kleine Elara leidet an dieſer Krankheit.

— Ach, die Arme!

— Beruhigt Euch, Gräfin, ſie leidet nicht dabei: es wird mit dem Alter vorübergehen. Sie iſt auch nicht das ganze Jahr mondſüchtig, die Krankheit befällt ſie nur im Mai, wenn die Knospen hervorbrechen, und das Blut heißer in den Adern gährt. Das dauert ungefähr drei Wochen oder einen Monat.

— Und was geht dann mit ihr vor? Um Gottes willen beruhigt mich, Ihr verurſacht mir ein bitteres Leiden.

— Bauet auf mein Wart, edle Frau 3 es iſt gar kein Grund zur Beſorgniß dabei. Anfangs ſchlief Clara im all⸗ gemeinen Schlafſaal der Waiſen, wenn ſie dann die Krank⸗ heit überfiel, ſo jagte ſie den andern Mädchen— obwohl