—— 4
——-—
— 5 —
—
Die hölzerne Clara.
Nach einigen Augenblicken erwachte die Gräfin aus ihrer Selbſtvergeſſenheit. Die Stille, die ſie umgab, über⸗ raſchte ſie, ſie hob das Haupt empor und ſah die Augen der Mutter prüfend auf ſich gerichtet. Sie begriff wie ſehr ſie ſich blosgeſtellt hatte und ſuchte, wenn auch nur ſchein⸗ bar, ſich zu beruhigen. Sie trocknete zu wiederholten Malen die Thränen aus ihren Augen und liebkoſte das Kind um ihre fortdauernde Rührung zu verbergen. Als ſie endlich wieder zu ſich ſelbſt gekommen war, küßte ſie Clara und
ſprach mit ſcheinbarer Kaltblütigkeit: Deine Stimme, liebes Kind, hat mich ganz ver⸗
wirrt..... Du bezauberſt förmlich
durch Deinen ſchönen Geſang.
Das Kind jedoch fuhr fort zu weinen und antwortete ſchluchzend:
— Ja, es iſt gut, nun ſinge ich auch nicht wieder.. im ganzen Leben nicht mehr.
— Warum denn, Kind? weil es Euch weinen macht.... Und gewiß ſinge ich nicht mehr, weder vor Euch, noch vor Anderen..... denn ich bin mit mir ſelbſt böſe, daß ich Euch betrübt habe. Ich bin ſehr unglücklich, daß ich ſingen kann.
— Ja,
Die Worte des Kindes waren gewiß nicht geeignet die edrückte die hervorbrechenden
fmerkſame Blick der Mutter hm das Kind liebevoll auf
Senora zu beruhigen. Sie unte Thränen, denn noch war der au auf ſie gerichtet. Die Gräfin na ihren Schoos und ſprach ſchmeichelnd:
Freud weint, Lied h unter wortet Edelfr
was in aber ie betrübt ſo weh mich zu laſſen. fröhlich Clo nora ei welchem Lächeln liſchen 4 daß ſie deckte u küßte. Die peinlich


