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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
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Die hölzerne Clara. 49

Kinde abgewandt. Als aber Clara ihren Geſang beendet hatte, da blickten Beide nach der Gräfin hin als wenn ſie ſagen wollten:

— Iſt dies nicht himmliſch ſchön, nicht wahr?

Die Gräfin indeſſen ſaß da mit geſenktem Haupte und ein Strom ſtiller Thränen rollte in ihren Schoos!

Clara, die dies nun auch bemerkte, ſtieß einen lauten Schrei aus und eilte auf die Senora zu. Sie betrachtete ſie

n perlen⸗ mit ſeltſamem Blick, fing dann gleichfalls an zu weinen, nge hatte legte ihr Köpfchen auf das Knie der Gräfin als von dem

glaubte ſie dadurch ihr Herz von dem trüben Mitgefühl zu ſang, der entlaſten.

ie eines Die Senora hob alsbald das Kind in die Höhe, ſchloß ſehung im es in ihre Arme und benetzte ſeine Stirn mit ihren Thrä⸗

Dreieinig⸗ nen. Keine Klage, kein Seufzer entſchlüpfte weder dem die ewig Kinde noch der Frau. 3 zu Theil

Dieſe Scene war ſo feierlich und ſo rührend, daß die Duena ihre Gebieterin ehrfurchtsvoll betrachtete und nicht

immelreich 1 ſchenkt das zu ſprechen wagte; was die Mutter betrifft, ſo war ſie nun wir Horen überzeugt, daß ſie ſich in ihrer erſten Vermuthung nicht ge⸗

täuſcht hatte. Sie fühlte was im Herzen der Senora jetzt

„ſie loben vorging und mühſam bekämpfte ſie das Mitleid, was ſich

8—— bei ihr in Thränen Luft zu machen ſuchte; allein Pflicht⸗ 3 gefühl und ein gewiſſer Edelmuth halfen ihr ihr Erſtaunen

is erfreut, zu bezwingen und gaben ihr ſelbſt Kraft zu heucheln als

aria, reine wenn ſie die Urſache deſſen nicht zu errathen vermöchte,

s ins Ge⸗ was hier geſchah.

D. Ueb. hier geſchah

Die hölzerne Clara. 4