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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Die hölzerne Clara.

III.

Kaum hatte die Sonne einen geringen Theil ihrer Himmelsbahn durchlaufen, als die Gräfin d Almata in Be⸗ gleitung ihrer Duena ſchon ihre Wohnung verließ um zum zweiten Male das Mägdehaus zu beſuchen. In ihren Au⸗ gen glänzte die reinſte Freude; ſeit ſie ſelbſt aus ihrer lang⸗ jährigen, gefühlloſen Trauer erwacht war, erſchien ihr Alles in der Welt wieder ſchön und freundlich. Ihr Gemahl er⸗ blickte in ihrer Heiterkeit eine Quelle des Troſtes, des Ge⸗ nuſſes; er war ſo gütig und zärtlich gegen ſie, bewies ihr ein wirklich grenzenloſes Vertrauen und ſie war überzeugt, daß ferner kein Argwohn mehr in ſeinem Herzen wohnte! Sie konnte alſo die Kleine beſuchen ohne fürchten zu müſſen, daß das Auge eines Spähers ſie verfolge.

Die Duena klopfte.

Ohne Zweifel hatte die Mutter der Schließerin beſon⸗ dere Befehle gegeben, denn als dieſe ſah wer draußen war⸗ tete, riß ſie die Thür weit auf, und ſprach erfreut mit hei⸗ terer Gefälligkeit:

— Willkommen, willkommen, Gräfin d'Almata! Eure unterthänige Dienerin.— Geruht näher zu treten, Gräfin; ich werde unſere Frau Mutter augenblicklich rufen.

Die friſche Maid ſchloß die Thür wieder zu und eilte dann ſchnell wie ein Reh nach dem Hintergebäude. Ei⸗

nige Augenblicke ſpäter erſchien die Mutter mit der hölzernen Clara.

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