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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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pott, wo iſt doch

rraſcht?

r, mein Habet

gen Hof den. egs die

tter ge⸗ iedenen

vollener weißem warzes 3 Haar fßt, ſo Bei der eibchen rärmel. äftigt, Wolle toffen.

Die hölzerne Clara. 31

Vor Ankunft der Mutter waren die Mädchen mit dem Singen eines geiſtlichen Liedes beſchäftigt; die Senora hatte dies gehört, und namentlich eine ſanfte Discantſtimme unter⸗ ſchieden, die wie der Ton einer ſilbernen Flöte den Geſang beherrſchte. Es war ihr peinlich, daß bei Ihrem Erſcheinen plötzlich die tiefſte Stille herrſchte und jedes Mädchen das Haupt über ihre Arbeit beugte. So lautete indeſſen die Hausordnung und die Mutter war nicht mild im Strafen.

Nach dem Wunſche der Senora zeigte ihr die Mutter die Arbeit eines jeden Mädchens und gab dabei ſo weitläu⸗ fige Erklärungen, daß ſie nur ſehr langſam zwiſchen den Reihen der Mädchen fortſchreiten konnte. Nach Derjenigen fragen, die ſie zu ſehen wünſchte, das durfte die Gräfin nicht und ſie ſah ſich mithin zur peinlichſten Geduldprobe verdammt und hörte, ganz mit dem Gedanken beſchäftigt, daß Jemand, der ihr theurer war als ſelbſt ihr eigenes Le⸗ ben, in dieſem Augenglicke mit ihr die Luft deſſelben Zim⸗ mers athme, faſt nicht mehr auf ihre Begleiterin.

Die Mutter war über die ſonderbare Unaufmerkſam⸗ keit der Gräfin nicht wenig verwundert, und eben wollte ſie ihre Erklärungen unterbrechen, als dieſe plötzlich fragte:

— Eure Töchter, Mutter ſingen wohl lieblich und ſchön; vor Allen iſt unter ihnen ein Discant von bezau⸗

bernder Reinheit.

— Ich glaube es wohl, rief die Mutter; das iſt die höl⸗

zerne Clara.... Was fehlt Euch, Edelfrau? die Luft beengt

Euch vielleicht? Kommt, wir wollen in den Hof gehen, dort iſt es friſcher.