Die hölzerne Clara.
— Wohlan, Frau Mutter, ſprach die Gräfin, Ihr antwortet mir nicht?
— Verzeiht, edle Frau, erwiderte dieſe, ach Gott, wo ſind meine Sinne! ich war ganz zerſtreuet!.... Es iſt doch ſonderbar!
— Was iſt's denn, was Euch ſo ſehr überraſcht? fragte die Senora faſt zitternd.
— Nichts, nichts, eine Aehnlichkeit..... aber, mein Himmel, wie ich auch nur daran denken konnte!— Habet die Güte mir zu folgen, edle Frau!
Sie führte beide Frauen über einen viereckigen Hof nach dem Hintergebäude, wo die Waiſen ſich befanden.
— Cuidado, Senoral flüſterte unterwegs die Duena ihrer Herrin mit Nachdruck in das Ohr.
Der Saal, in welchen die Gräfin von der Mutter ge⸗ führt ward, war von arbeitenden Mädchen verſchiedenen Alters angefüllt.
Sie waren alle gleich gekleidet: ein ſchwarzer wollener Rock, ein blaues wollenes Leibchen mit plattem weißem Krägelchen, eine ſchneeweiße Schürze und ein ſchwarzes Sammtkäppchen, dies war ihr ganzer Schmuck. Das Haar war hinten aufgebunden und in das Käppchen gefaßt, ſo daß die Stirn ganz frei und ſehr erhaben erſchien. Bei der
Arbeit trugen ſie, um die Aermel ihrer wollenen Leibchen vor zu ſchneller Abnutzung zu bewahren, leinene Vorärmel.
Die Meiſten waren mit Spizenklöppeln beſchäftigt, Andere näheten oder zeichneten Wäſche, ſtrickten bunte Wolle oder ſtickten mit Seide und Gold in verſchiedenen Stoffen.
V Singe dies g ſchiede beherr plötzli Haupr Haus⸗
N die A fige C Reihe fragen nicht verda daß⸗ ben, i mers
2 keit d ihre
ſchön
bernd
zerne
Euch iſt es


