Die hölzerne Clara.
doch muß ich leiden und unter den Verdacht gebeugt ein⸗ her gehen.
Einen Augenblick ſchwieg ſie, dann aber fuhr ſie fra⸗ gend fort:
— Soll ich ihm Alles entdecken, Ines?
— O, was ſagt Ihr da, Senora!
— Sieh, Ines, ich liebe den Grafen ſo wohl aus Neigung wie in Folge meiner grenzenloſen Dankbarkeit. Die Ueberzeugung, daß ich ihn hintergehen muß, iſt für mich eine Hölle voll Schmerz und Pein: es giebt Augen⸗ blicke, in denen ich ihm Alles entdecken könnte.
— Hütet Euch wohl davor, Senora; das ſpaniſche Blut würde dann gewiß— und mit Recht— die Ober⸗ hand gewinnen. Sein Leben würde von einer für ihn gräß⸗ lichen Gewißheit vergiftet werden und Ihr ſelbſt könnt nicht vorausſehen, was in dieſem Falle Euer Loos ſein würde. Es wäre beſſer wieder nach Spanien zurückzu⸗ kehren und zu vergeſſen warum wir nach den Niederlanden gekommen ſind.
Dieſe letzten Worte der Duena machten auf die Edel⸗ frau einen ſehr peinlichen Eindruck; als wenn ihr ein Hohn geſchehen, erhob ſie ſich mit würdigem Stolz und, indem ſie der alten Frau einen finſtern Blick zuwarf, ſprach ſie:
— Wiedarfſt Du davon ſprechen, Ines? Abreiſen ohne ſie zu ſehen? Du ſpotteſt ſicher, denn beſſer als ich weißt Du daß dies unmöglich iſt— Komm, meine Haube..... wir gehen!
Ir gothiſch ſchen Ueber hauerar chen vo richtet Stifter man fo Mägde
Tot Die Heel Dit
*) „Zum muth a rend ſe Liebe r.
K* iſt am war 77 Kaufme


