Druckschrift 
Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Komm, ude und

ragte ſie en, wenn Verbotes

uch dieſe

die gütig, gen mich ht.

uch über erwiedert windliche he Nach⸗ ensfeuer, d Eure ihr wart der Euch u wider⸗ mit ihm denn je

Ines! ng und

25

Die hölzerne Clara.

der Thränen ward ich plötzlich ſo ſehr von Freude erfüllt, daß Alles, was von meinen Lippen ſtrömte, den Stempel einer angenehmen Heiterkeit und einer innigen Freundſchaft trug, die den Grafen auf den Gipfel des Glückes erhob. Als ich ihm dann im Laufe des Geſprächs, unter dem Vor⸗ wande einige Spitzen zu kaufen, den Wunſch ausdrückte das Mägdehaus zu beſuchen, uwarmte er mich mit In⸗ brunſt: Geh, liebe Catalina, jedes Mißtrauen iſt verſchwun⸗ den; verbirg Dich nicht mehr vor mir; ich weiß wohl daß nur die Sucht nach Freiheit Dich ſo geheimnißvoll handeln läßt, da Du glaubſt, daß ich Dich überwache. Bleibe im⸗ mer ſo froh, ſei immer ſo gut und thue was Du willſt. Deine edle Seele wie Dein ehrſamer Stolz ſind mir genug⸗ ſame Bürgſchaften gegen die unruhige Bekümmerniß mei⸗ nes caſtilianiſchen Gemüths.

Ein Seufzer entſchlüpfte der Bruſt der Duena; ſie hob die Hände empor und ſprach:

Und ſolch' einen Mann, die Güte und Liebe ſelbſt, müſſen wir hintergehen! Gott vergebe es uns, Senora; wir thun großes Unrecht!

Die Edelfrau ließ ihr Haupt auf die Bruſt ſinken; ſie ſchien von der Bemerkung der Duena niedergedrückt zu werden. Endlich antwortete ſie traurig:

Wir thun Unrecht, ſagſt Du? Leider! es iſt viel⸗ leicht wahr; aber iſt es möglich dieſem Schickſal zu entflie⸗ hen? Ich bin unſchuldig, Du weißt es und eher ſtürbe ich vor Schaam ehe ich einem einzigen unedlen Gedanken in meinem Herzen Zugang verſtatteu würde..... und