Die hölzerne Clara.
Leben mein Blut und meine Adern durchſtrömte. Komm, hilf mir noch ein wenig; ich weiß vor lauter Freude und Haſt kaum was ich thue.
Die verwunderte Duena gehorchte.
— Und der Graf d' Almata, Senora? fragte ſie zweifelnd. Wird der nicht ſchrecklich erbittert werden, wenn Ihr nochmals ohne ſein Wiſſen und trotz ſeines Verbotes Eure Wohnung verlaßt?
— Er weiß es, Ines; er hat es mir erlaubt.
— Sol Und ſeid Ihr gewiß, Senora, daß Euch dieſe Erlaubniß in aller Form gegeben ward?
— Ganz gewiß; Du kannſt nicht glauben wie gütig, wie vertrauensvoll und wie zärtlich er geſtern gegen mich war. Ich begreife dieſe plötzliche Veränderung nicht.
— Ich wohl, Senora. Der Graf liebt Euch über Alles. Seit acht Jahren trauert Ihr nun und erwiedert alle Beweiſe ſeiner Zuneigung durch eine unüberwindliche Niedergeſchlagenheit. Als ich Euch geſtern die frohe Nach⸗ richt brachte, da glänzten Eure Augen voll Lebensfeuer, eine warme Röthe überflog Eure Wangen und Eure Stimme ward ſanft und klar wie Saitenton. Ihr wart ſchön, Senora, ſchön, lachend und ſtolz. Er, der Euch liebt und anbetet, vermochte dieſem Zauber nicht zu wider⸗ ſtehen;— und, Senora, habt Ihr ſelbſt nicht mit ihm mit mehr Heiterkeit und zugleich Zärtlichkeit denn je geſprochen?
— Wie klar durchſchaueſt Du doch die Herzen, Ines! Ja, ſo iſt es: nach vierzehn Tagen der Verzweiflung und
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